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„Ich bin traumatisiert“: Ein Leben in der Notunterkunft

Eine Frankfurterin berichtet von ihrem Leben in einer Notunterkunft für Flüchtlinge mit zwei Kindern. Ihre Erfahrungen zeigen die Herausforderungen und den Kampf um Sicherheit und Stabilität.

Von Tobias Lange9. August 20262 Min Lesezeit

Es ist eine erschütternde Realität, mit der viele Menschen in Deutschland konfrontiert sind: die Notunterkünfte für Flüchtlinge. Ich habe selbst erlebt, wie es ist, als Mutter von zwei Kindern in einer solchen Unterkunft zu leben. Ich bin traumatisiert. Diese Erfahrung hat uns nicht nur unsere Sicherheit, sondern auch unsere Würde genommen. Im Folgenden teile ich, warum diese Situation für viele untragbar ist und wie sie dringend geändert werden muss.

Erstens ist die physische und emotionale Sicherheit in einer Notunterkunft oft nicht gewährleistet. Die Zustände dort sind oft chaotisch, und der Mangel an Privatsphäre lässt das Gefühl der Unsicherheit nur noch wachsen. Wenn wir als Familie in einem Raum leben müssen, der nicht nur klein, sondern auch überfüllt ist, leidet nicht nur das Wohlbefinden der Kinder, sondern auch das der Erwachsenen. Die ständige Angst, dass etwas Schlimmes passieren könnte, sind eine ständige Begleiterin.

Zweitens fehlt es in vielen Einrichtungen an der nötigen Unterstützung für Familien mit Kindern. Die sozialen Dienste sind oft überlastet und können den Bedürfnissen aller nicht gerecht werden. Die Kinder brauchen Stabilität, eine feste Routine und den Zugang zu Bildung. In einer Notunterkunft wird dies zur Herausforderung. Die Ungewissheit über die Zukunft und die ständigen Wechsel der Umgebung sind für unsere Kinder kaum zu ertragen und führen zu einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit.

Einige argumentieren, dass die Notunterkünfte in der Lage sind, vorübergehend Sicherheit zu bieten, bis dauerhafte Lösungen gefunden werden. Das mag in einigen Fällen zutreffend sein, jedoch wird nicht berücksichtigt, wie lange diese vorübergehenden Lösungen anhalten können. Viele Flüchtlinge verbringen Jahre in diesen Einrichtungen, ohne Aussicht auf einen neuanfangenden. Das führt zu einer hohen Belastung der Familien und einer Verfestigung der traumatischen Erfahrungen.

Insgesamt zeigt meine Erfahrung, dass die Notunterkünfte für viele Familien eine enorme Belastung darstellen. Es muss ein Umdenken stattfinden, um den betroffenen Menschen nicht nur einen physischen Raum zu bieten, sondern auch die menschliche Würde und die notwendige Unterstützung, die sie benötigen, um ein neues Leben zu beginnen. Es ist dringend erforderlich, dass die Politik hier ansetzt und echte Lösungen anbietet, die über das bloße Gewähren von Unterkünften hinausgehen. Nur so kann das Leid gemindert werden.

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